Von der Anlagerichtlinie bis zum geschlossenen Compliance-Fall.
IG-Click ist eine spezialisierte Softwarelösung für das Management fachlicher Restriktionen, technischer Regelzuordnungen und operativer Workflows im Asset Management. Die Software ergänzt bestehende Portfolio-, Investment-Compliance- und weitere Fachsysteme, statt sie zu ersetzen.
Welches Problem löst IG-Click?
Anforderungen kommen aus Verträgen, Fondsunterlagen, regulatorischen Vorgaben und internen Regelwerken. Prüfsysteme bilden einen Teil davon technisch ab. Dazwischen liegen fachliche Auslegung, Gültigkeiten, Abstimmungen, Tests, Freigaben und die Bearbeitung von Auffälligkeiten.
In vielen Organisationen verteilen sich diese Informationen auf Dokumente, Tabellen, Tickets und E-Mails. Dadurch wird schwer erkennbar, ob eine Anforderung vollständig erfasst, technisch zugeordnet, freigegeben und laufend überwacht wird.
IG-Click verbindet Business Requirements, technische Regeln und operative Bearbeitung in einem nachvollziehbaren Zusammenhang.
Was die Software konkret abbildet
1. Anforderungen mit Quellenbezug
Fachliche Restriktionen lassen sich strukturiert erfassen und mit dem jeweiligen Quelldokument und der konkreten Fundstelle verknüpfen. Dokumentenfassungen, Gültigkeit und Status bleiben nachvollziehbar.
2. Ein fachlicher Rule Master
Eine Anforderung wird fachlich geführt – unabhängig davon, in welchem Prüfsystem und mit welcher technischen Regel sie umgesetzt ist. Fonds- und mandatsbezogene Anwendbarkeit kann zugeordnet werden.
3. Transparente Zuordnung zu Prüfsystemen
Fachliche Restriktionen können technischen Regeln und unterschiedlichen Prüfwelten zugeordnet werden. Das macht sichtbar, wie eine Vorgabe in der vorhandenen Systemlandschaft berücksichtigt wird.
4. Kontrolle und Freigabe
Prüfung, Rückfragen, Freigaben und Änderungen folgen definierten Rollen. Ein Vier-Augen-Prozess und die Bearbeitungshistorie dokumentieren, wie eine fachliche Entscheidung zustande kam.
5. Bearbeitung von Alerts und Breaches
Prüfergebnisse aus externen Systemen können in Cases überführt werden. Ein Case bündelt Verantwortlichkeiten, Analyse, Maßnahmen, Eskalation, Nachprüfung und den dokumentierten Abschluss.
6. Konfigurierbare Workflows
Prozessvarianten können unterschiedliche Schritte, Rollen, Fristen und Freigaben abbilden. So müssen nicht alle Fonds, Mandate und Vorgangstypen in denselben Ablauf gezwungen werden.
7. Transparenz für Fachbereich und Management
Offene Fälle, Aufgaben, Bearbeitungsstände und Zuständigkeiten lassen sich rollenbezogen nachvollziehen. Die laufende Dokumentation entsteht innerhalb des Arbeitsprozesses.
Beispiel
Eine geänderte Anlagerichtlinie
- Quelle: Die neue Fassung einer Anlagerichtlinie wird dem betroffenen Fonds oder Mandat zugeordnet.
- Fachliche Prüfung: Neue und geänderte Anforderungen werden strukturiert erfasst, mit Textstellen verknüpft und fachlich geklärt.
- Rule Mapping: Es wird dokumentiert, welche technischen Prüfregeln die Anforderungen abdecken und wo weiterer Handlungsbedarf besteht.
- Freigabe: Verantwortliche prüfen und genehmigen die fachliche Umsetzung nach definiertem Workflow.
- Nachverfolgung: Offene Punkte, Aufgaben, Zuständigkeiten und Abschluss der Umsetzung bleiben im Zusammenhang mit der ursprünglichen Anforderung sichtbar.
Das ist ein Beispiel für den Ablauf, nicht die Behauptung, jede nachgelagerte Änderung werde ohne kundenspezifische Integration automatisch in Fremdsystemen produktiv gesetzt.
Beispiel
Ein Investment-Compliance-Alert
- Ein Prüfergebnis aus dem bestehenden Monitoring wird übernommen.
- IG-Click erzeugt beziehungsweise führt einen Case mit Kontext, Status und Zuständigkeit.
- Die zuständige Funktion prüft Sachverhalt, Ursache und erforderliche Maßnahmen.
- Aufgaben und Eskalationen werden innerhalb desselben Vorgangs dokumentiert.
- Ein erneutes Prüfergebnis unterstützt die Verifikation und den nachvollziehbaren Abschluss.
So bleibt der gesamte Umgang mit einer Auffälligkeit sichtbar – nicht nur das ursprüngliche Prüfergebnis.
Integration statt Ablösung
IG-Click ist als ergänzende Ebene konzipiert. Die Anbindung bestehender Fachsysteme kann abhängig von Quelle und Projekt über vorhandene Reports, Datenexporte oder individuell vereinbarte Schnittstellen erfolgen. Der fachliche Workflow ist von der jeweiligen technischen Anbindung getrennt.
Die Betriebsform kann an die Anforderungen des Kunden angepasst werden; Möglichkeiten umfassen Managed Service und On-Premises. Konkrete Integrationen, Sicherheitsanforderungen und Verantwortlichkeiten werden im Projekt festgelegt.
Was IG-Click ausdrücklich nicht sein will
IG-Click ersetzt weder ein Portfolio-Management-System noch die fachliche Ex-ante-/Ex-post-Prüfmaschine. Die Aufgabe der Lösung ist es, Anforderungen, Regelimplementierungen, Arbeitsschritte und Entscheidungen über System- und Organisationsgrenzen hinweg zusammenzuführen.
So beginnt eine Einführung
1. Scope definieren: Welche fachlichen Prozesse, Quellsysteme, Rollen und Anforderungen stehen im Vordergrund?
2. Repräsentativen Anwendungsfall wählen: Ein echter, abgegrenzter Vorgang zeigt schnell, welche Daten und Freigaben benötigt werden.
3. Workflow und Anbindung konfigurieren: Abläufe, Zuständigkeiten und Datenübernahme werden auf die bestehende Umgebung abgestimmt.
4. Fachlich abnehmen: Anforderungen, Nachvollziehbarkeit und Sonderfälle werden gemeinsam mit den zuständigen Funktionen geprüft.